Anders als wir aber dachten, schmeckt uns vieles hier sehr gut. Freilich ist es nicht unbedingt dasselbe, was wir aus China-Restaurants wie Jade oder dem Goldenen Wok in Frankfurt kennen - das meiste ist hier einfach noch ein Stück schärfer oder würziger.
Was uns gleich zu Beginn sehr gut gefallen hat, sind die Baozi und Jiaozi. Das sind kleine Maultaschen, die mit allerlei leckeren Dingen gefüllt sind und die man in Sojasoße dippt. Diese Dinger selber herzustellen, ist unglaublich anstrengend und in Deutschland sind sie gut gemacht auch schwer zu bekommen. Hier futtern wir Baozi und Jiaozi zu Dutzenden.Sehr interessant war es an einem Abend in einem Hot-Pot-Restaurant. Wir sind dort eigentlich per Zufall hin - wir hatten uns was zu essen gesucht. Ein Kellner kam sogleich heraus und half uns, unsere Fahrräder abzuschließen. Am Eingang wurden wir von etwa 7 Kellnern und Kellnerinnen begrüßt. Das ist etwas, was dieses Land auszeichnet: Es gibt hier so viele Menschen, dass quasi jede Stelle in unseren Augen überbesetzt ist. Wir hatten ständig 5 Kellner um uns, wenn wir eine Frage hatten, und selbst wenn wir gerade keine Fragen hatten, stand immer mindestens eine Kellnerin für alle Fälle bereit.
Uns wurde von den Kellnern mit zahlreichen Gesten und eine Menge an chinesischen Sätzen, die wir zwar nicht verstanden, aber deren Bedeutung wir nach und nach erahnen konnten, klargemacht, dass wir es mit einer Art chinesischem Fondue zutun hätten. Uns wurde ein Riesenbuffet mit allerlei frischem, rohen Gemüse-, Fleisch-, und Fischstückchen präsentiert. Aus diesem sollte man sich bedienen, und die Teile dann nach und nach in einem heißen Pott mit einer Art Rinderbrühe, den jeder auf den Tisch hatte, garen lassen.
Nebenbei servierte uns man auch noch lauter Köstlichkeiten: Ein kleines, sehr zartes Stück Rindsteak, in eine Knoblauchpaste verarbeitete Auster und außerdem noch eine Reihe von frischen Garnelen. Wie frisch sie waren, könnt ihr im Video sehen... o.O
Vielleicht noch eine kleine Anmerkung - damit ihr nicht allzu geschokt seid: Garnelen sind roh blaugrün, und werden prinzipiell immer in heißem Wasser abgekockt - so bekommen sie ihre rote Farbe. Daher war das gerade nichts anderes - nur dass wir das Ganze eben noch viel frischer als gewohnt serviert bekamen...^^
Ich denke mal, dass wir übers Essen hier noch einiges schreiben können. Es ist eine eigene kulinarische Welt hier - und ja, es gibt auch einige exotische Dinge, die man kosten kann. Macht auch in der Umfrage mit, was wir mal als Nächstes mal probieren sollten.... ^^~~~
1 Kommentar:
Das mit den zappelnden Gnelen und Hühnerfüßen ist sogar mir zu viel. Pfui! (Eisbär)
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